Institut für Palaeoanatomie und Geschichte der Tiermedizin
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Die Hippiatrie im Mittelalter: Die Mulomedicina des Theodoricus Cerviensis

Gegenwärtig läuft am Institut folgendes interdisziplinäres DFG-Projekt:

„Die Mulomedicina des Theodoricus Cerviensis und ihre Schlüsselrolle bei der Überlieferung der lateinischen Hippiatrien der frühen Stallmeisterzeit Italiens“
Projektbeteiligte:
- Dr. Lisa Sannicandro (Klassische Philologie)
- Dr. Martina Schwarzenberger (Tiermedizin)
- Tanja Buckatz M.A. (Klassische Philologie)
- Mitarbeiter der IT-Gruppe Geisteswissenschaften
(Leitung: Dr. Christian Riepl)
Geschäftszeichen des Antrags: SA 2839/1-1 und SCHW 1807/2-1
Projektdauer: 1.03.2015-28.02.2018

Projektziele:
Im Rahmen des Projekts wird eine Edition zur lateinischen Pferdeheilkunde des Bischofs Theodoricus Cerviensis (* 1205 in Lucca, gest. 24.12.1298 in Bologna) nach modernen philologischen Kriterien erstellt. Neben der Pferdeheilkunde des Jordanus Ruffus (verfasst ca. 1250-56) stellt die Mulomedicina eine weitere bedeutende Hippiatrie in der Frühphase der sogenannten Stallmeisterzeit (1250-1762) dar.
Parallel zur Edition erfolgen Übersetzung, Kommentierung nach veterinärmedizinischen und –historischen Gesichtspunkten sowie die Erstellung eines Glossars einschließlich der etymologischen Aufschlüsselung wichtiger Termini des Textes. Weitere Ziele sind eine umfassende Biographie, der Vergleich der Mulomedicina mit der Chirurgia seu Filia principis, einem humanmedizinischen Werk des Theodoricus, sowie eine detaillierte Quellenforschung.

Vom 29. bis 31. März 2017 wurde in der Carl Friedrich von Siemens Stiftung die interdisziplinäre und internationale Tagung „Tierheilkunde in Antike und Mittelalter: Texte und Praxis“ organisiert.